Ich vermute, Bloggen ist ja schon nicht mehr modern. Heute äußert man seine Meinung auf Twitter oder postet was auf Facebook. Jetzt, wo es out ist, fange ich langsam an, es zu verstehen. Bloggen bedeutet nicht, dass man stundenlang an einem Text feilt und den dann, gut abgehangen, irgendwann einstellt. Man haut einfach raus. Öfter mal.
Zum Beispiel die banale Erkenntnis, dass es so nicht weitergeht. Mit der Welt. Vor allem mit dem Wachstum. Dem der Wirtschaft. Ein System, das ständiges Wachstum bei endlichen Ressourcen fordert, ist unvernünftig. Muss scheitern. Scheitert gerade.
Banal, wie gesagt. Haben wir alle schon in Matrix gehört, als Agent Smith die Menschheit mit einem Virus vergleicht. Auch ein Virus vernichtet sein Wirtssystem und braucht dann ein neues. Ein Virus kann meist auch ein neues bekommen.
Wenn es aber so banal ist, warum ist Wachstum immer noch unsere Religion? Stagnation unser Teufel?
Balance. Balance sollte das Ziel sein. Das ist schwer, weil wir alle mehr wollen, ein bisschen mehr als die anderen. Jedenfalls nicht weniger. Und lieber etwas mehr. Sicherheitshalber.
So auf die Schnelle, beim Bloggen, fällt mir jetzt kein Ausweg ein.